„Wir sind alle Schwestern und Brüder“

„Erst als wir uns mit dem Thema auseinander gesetzt haben, ist uns klar geworden, wie viele Kriegerdenkmale in Lübeck stehen“, stellte Laura Schopenhauer (17) fest.

Eine Woche haben wir, die Klasse 12c der Baltic Schule, in Kooperation mit der Lutherkirche zum Thema „Heldenehrenmale des ersten Weltkrieges“ gearbeitet. Dabei wurden vier Gruppen gebildet, wobei jeweils zwei Schüler aus der Reportergruppe sich den anderen Gruppen zuordneten.

Die Historikergruppe befasste sich mit Kriegerdenkmalen im ersten Weltkrieg. Zunächst wurde sich mit den Fragen auseinander gesetzt, was überhaupt ein Kriegerdenkmal ist und welche Bedeutung es hat. Wo sind sie in Lübeck zu finden und wie oder wer hat sie errichten lassen? Dazu haben wir nicht nur im Internet, sondern auch im Stadtarchiv und in der Bibliothek nachgeforscht. Aber nicht nur die theoretische Arbeit, sondern auch die praktische Arbeit gehört dazu. Der Ehrenfriedhof gab uns einen guten Einblick, wie zum Beispiel der „Obelisk“, das Denkmal des städtischen Bauamtes, welches 1922 errichtet wurde, und ebenfalls das Denkmal vom Roten Kreuz. Ein weiteres Denkmal, welches uns sehr beeindruckt hat, ist der „sterbender Krieger“ mit der Innenschrift nach einem Vers des Lübecker Schriftstellers Otto Anthes: „Der mir der Liebste war, ihm sei es ein Grüßen der Liebe/ Allen, die fielen wie er, schmerzlichen Dankes ein Mal.“ So berichtete Hannah Selk (17) von der Gruppenarbeit: „Zu Beginn konnten wir nichts mit den Denkmalen anfangen, da sie uns auch vorher nicht aufgefallen sind. Sie sind aber auch heute noch von Bedeutung, weil sie in der Geschichte wichtig sind.“

Währenddessen arbeitete ein anderer Teil der Klasse mit dem Glaskünstler Dieter Geike zusammen und erstellte eigenständig ein Glaskunstwerk. Es gab viele Ideen und Diskussionen von Friedenstaube über ein Schwert bis zum endgültigen Ergebnis.

Drei Fenster mit den Maßen 100x70cm mussten mit kleinen Glassteinen besetzt werden. Die Idee im mittleren Fenster den Spruch „Wir sind alle Schwestern und Brüder“ wieder zu geben, kam zwar erst sehr spät, jedoch waren damit alle recht schnell einverstanden. Ein Problem gab es aber noch: Die Glassteine kamen nicht rechtzeitig an. Nach vielem Hin- und Hertelefonieren und dem Einsatz unserer Lehrerin Frau Schimanke kamen die Steine am dritten Tag endlich an. „Wir freuten, uns endlich anfangen zu können.“ berichtete Luisa Schäfer (17). Aber es stellte sich dann doch als anstrengender heraus als gedacht. „Mit dem zweiten Fenster hatten wir den Dreh aber raus und es ging deutlich schneller voran“ sagte Kiara Russ (18).

Die Gruppe der „RestauratorInnen“ befasste sich mit einem alten, zum Teil kaputten Glasbild aus dem Vorgängerbau der Lutherkirche. Ziel war es, das Fenster zu rekonstruieren, damit es der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann und die Präsentation in der Ausstellung vorzubereiten. Die Fensterscheiben lagen 60 Jahre auf dem Dachboden der Kirche, bis sie im Kloster Mariensee bei Hannover ausgestellt werden sollten. Da dies nicht zustande kam, wurden sie wieder zurückgebracht. Von uns wurden sie als erstes grob gereinigt, wobei wir einen kuriosen Fund gemacht haben: Und zwar eine mumifizierte Maus. Dann wurde überlegt, wie man die Scheiben am besten präsentieren kann. Unter anderem stand die Idee im Raum die Scheiben auf Plexiglas zu legen und von unten mit einem LED- Licht zu bestrahlen, damit die Farben und das Motiv gut zu sehen sind. „Es ist der Kopf Jesu zum Vorschein gekommen, dieser wurde aufwendig mit Bleiriemen geformt. Die Farben sind jedoch recht eintönig. Faszinierend ist die filigrane Ausarbeitung dieses Motivs.

Das Ergebnis unserer einwöchigen Projektarbeit wird in einer Ausstellung ab dem 6. November 2017 18:00 Uhr für zwei Wochen in der Lutherkirche ausgestellt. Unteranderem werden Sie eine Fensterscheibe mit neuem Glanz und Beleuchtung betrachten können. Außerdem werden die Motive aller Fenster, auf Papier und Leinwand gemalt, zu sehen sein. da es nicht möglich ist, alle Scheiben auszustellen. Ebenfalls sehen Sie die drei Glasscheiben, die unsere GlaskünstlerInnen in mühevoller Arbeit erstellt haben. Auf Stellwänden präsentieren die HistorikerInnen ihre Forschungsergebnisse zu Gefallenendenkmäler des ersten Weltkrieges in Lübeck.

Julia Kaack, Jonna Kallweit, Mia Schärff, Valeria Gradwohl, Shila Sindi, Narmy Faraj

Baltic Schule Lübeck

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