Exkursion nach Hohenschönhausen im Rahmen der Berlinklassenfahrt des 10. Jahrgangs

Die 10e der Baltic-Schule besuchten während unserer Berlin-Klassenfahrt im Schuljahr 2013/14 die Vollzugsanstalt Hohenschönhausen.

Wir hatten das Glück von der Zeitzeugin und bekannten Politikerin Vera Lengsfeld durch die Gebäude geführt zu werden.

Seit 1994 befindet sich auf dem Gelände eine Gedenkstätte. Dort erzählte uns eine ehemalige Gefangene von ihren Aufenthalt in der Vollzugsanstalt. Wir bekamen erschreckende Informationen zu hören und hatten sogar die Chance uns in bestimmte Situationen hineinzuversetzen.

1945 beschlagnahmte die Sowjetunion eine alte Großküche und errichtete ein Sammel- und Durchgangslager. Die Gefangenen lebten unter schlimmsten Bedingungen und auf engstem Raum zusammen. Ende 1946 richteten die Sowjets es zu einem Untersuchungsgefängnis ein.

Die Gefangen lebten eng zusammen. In den „Kalten Zellen“ lebten bis zu sechs Gefangene. In diesem „Zimmer“ gab es nur eine Pritsche und einen Kübel. Als sich sechs von uns in den Raum stellten, stellten wir fest, dass selbst für eine Person zu wenig Platz da war. In den warmen Zellen lebten bis zu 20 Inhaftierte.

Der Raum war deutlich größer, doch genug Platz gab es auch dort nicht. Die Gefangen litten unter Schlafentzug und Hungersnot. Täglich starben Menschen an Unterernährung. Katastrophal waren auch die Hygienezustände.

1951 übernahm das Ministerium für Staatssicherheit das Gefängnis. In den weiteren Jahren verbesserte die Stasi die Zustände, doch es gab weiterhin Hungertote und Schlafentzug.

Insgesamt inhaftierten sie mehr als 11.000 Menschen, die dem Staat im Wege standen. Die Gefangenen waren oftmals überhaupt gar keine Kriminellen, sondern waren lediglich anderer Meinung als der Staat, was jedoch als Landesverrat bezeichnet wurde.

Das was wir heute als Meinungsfreiheit kennen, wurde früher als „Staatsfeindliche Hetze“ bezeichnet und war genauso strafbar wie die Bildung oppositioneller Organisationen oder Parteien. Dass so viele unschuldige Menschen jahrelang in der Vollzugsanstalt festsaßen, war wahrscheinlich dem System geschuldet. In der BRD passierte so etwas nicht so leicht, da es dort im Gegensatz zur DDR geteilte Gewalten gab. Das heißt, dass die Staatsgewalt auf mehrere Staatsorgane aufgeteilt wird, um die Macht jeder einzelnen zu begrenzen und die bürgerlichen Freiheiten zu garantieren.

Das System der DDR wurde vielen Tausenden zum Verhängnis, doch die Landsleute außerhalb bekamen davon gar nichts mit, da alles vertuscht und geheim gehalten wurde. Als die DDR 1990 der BRD beitrat, schloss auch das Stasi-Gefängnis.

Wir wurden während des Besuchs Vera Lengsfeld, einer Bürgerrechtlerin aus der DDR, die 1988 wegen Teilnahme an einer Demonstration verhaftet wurde und ins Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen gebracht wurde, geführt. Seit 1996 ist sie ein angesehenes Mitglied der CDU und war Abgeordnete im Bundestag.

Verfasst von Adriana Minardi, 11d (Geschichtsprofil)

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